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07.11.2017 14:41
Stützpunkt-System des Bayerischen Volleyball-Verbandes wird fortgesetzt

Foto: privat

Im Jahr 2013 hat der Bayerische Volleyball-Verband begonnen, ein Stützpunktsystem zur gezielten Förderung der bayerischen Volleyball-Talente zu installieren. Nach vier Jahren ist klar: das System greift, was nicht zuletzt auch die Teams der Stützpunkte zeigen.

Neben dem traditionell mit vielen Kräften aus Bayern ausgestatteten SV Lohhof konnte bei den Frauen auch der Volleyball-Leistungsstützpunkt Straubing einige Talente in die erste Mannschaft führen. Aktuell stehen vier Talente des Stützpunkts im Kader des ambitionierten Zweitligisten. Auch bei den AllgäuStrom Volleys Sonthofen sind Talente aus den bayerischen Stützpunkten zu finden, wie auch bei den Roten Raben Vilsbiburg I und II. Auch in den ersten Mannschaften der Standorte mit Ausbildungs- und Basisstützpunkt sind die Talente fester Bestandteil.

Bei den Männern ist die Situation ähnlich. Alle Stützpunkte haben es gut verstanden, ihre Talente zu gestandenen Spielern zu machen. Einen mutigen, aber von Erfolg gekrönten Weg geht der ASV Dachau: Der Drittligist setzt fast ausschließlich auf Talente des dort angesiedelten BVV-Leistungsstützpunkts. Mit Erfolg, wie zuletzt der Überraschungserfolg im bayerischen Pokalfinale gegen die Oshino Volleys Eltmann gezeigt hat.

Feedback der Stützpunkte eingearbeitet in neues System

Damit das Stützpunktsystem auf Dauer erfolgreich ist, wurde das Jahr 2017 dazu genutzt, es weiter zu optimieren. Nach einem Treffen der Stützpunktleiter im Frühjahr wurde bis zum Sommer Feedback eingeholt. „An dieser Stelle möchten wir uns dafür entschuldigen, dass aus verschiedensten Gründe keine Reaktion auf die Anregungen der Stützpunkte von Seiten des BVV erfolgt ist“, erklärt der für das Ressort zuständige BVV-Vizepräsident Christoph Schieder. Jedoch werde das Feedback ernst genommen: „Es kam heraus, dass der Kontakt der Stützpunkte zum Verband, insbesondere zu den Landestrainern, verbesserungsbedürftig ist“, erklärt Schieder und ergänzt: „Die in Aussicht gestellten Besuche der Landestrainer vor Ort haben nicht an allen Stützpunkten in der erhofften Quantität stattfinden können.“ Zudem war die Erwartungshaltung an die Besuche der der Landestrainer sehr unterschiedlich. Während die einen ein Training durch den Landestrainer erwarteten, erhofften sich die anderen eine Weiterbildung zu speziellen Lehrthemen. „Im Zuge einer Neuauflage des Stützpunktsystems haben wir uns zunächst daran orientiert, was können wir - gemeint sind hier die Landestrainer mit ihren Teams - realistisch leisten? Wie viele Stützpunktbesuche sind in einer festzulegenden Periode überhaupt möglich?“ So kam folgende Neustrukturierung zu Stande, die ab 2018 umgesetzt werden soll.

„Wir wollen noch mehr Dienstleister der Stützpunkte sein“

Künftig soll das Trainerteam des BVV jeden Stützpunkt einmal im Jahr besuchen. Zu diesen Besuchen werden auch die weiteren Stützpunkte eingeladen. Bei den Besuchen sollen bestimmte Schwerpunkte gesetzt werden. Weitere Besuche der Landestrainer sind auf Anfrage möglich. Zudem sind Stützpunkt-Treffen geplant.  Jeweils einmal pro Jahr im Norden und einmal im Süden. Mit Dominic von Känel wurde ein Ansprechpartner für die Stützpunkte in der Geschäftsstelle angesiedelt, um künftig besser auf Anregungen und Anfragen der Stützpunkte reagieren zu können. „Wir wollen uns künftig noch mehr als Dienstleister für die Stützpunkte etablieren“, erklärt Schieder, „im Rahmen unserer Möglichkeiten, versteht sich.“

Damit die abgebenden Vereine keine Nachteile dadurch erleiden, dass Talente an die Stützpunkte wechseln, erhält der Verein als Gegenleistung für je zwei Talente zwei Plätze bei einem Jugendtrainerlehrgang gutgeschrieben.

Eine wichtige Funktion im Stützpunktsystem sollen auch die Auswahlteams des BVV erfüllen. Ihre Lehrgänge sollen künftig an den Stützpunkten abgehalten werden. Dabei haben die Trainer der jeweiligen Region die Möglichkeit zu hospitieren und sich so neue Anregungen für ihr Vereinstraining von den Landestrainern zu holen.

Das Stützpunktsystem ist dabei nicht ausschließlich für die Förderung des Leistungssports Volleyball zu sehen. „Wir wollen mit dem System den Volleyball sowohl in der Spitze als auch in der Breite fördern“, so der Stützpunktbeauftragte Dominic von Känel. „Ziel ist ein stabiler und gesunder Volleyball-Verband, in dem alle gemeinsam Spaß und Erfolg haben können.“

Kategorie: BVV-News, Jugend, Sport

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