Beck/Hagn – klein, frech und flink
Der Begriff „Wunderstumpen“ hat im Volleyball eine eher negative Konnotation. Doch in Bezug auf Romy Hagn (SV Lohhof) und Nina Beck (TV Kempten) trifft dieser Begriff im positiven Sinne zu.
Beide sind mit 1,70m und 1,72m Körpergröße nicht gerade mit Gardemaß ausgestattet. Trotzdem gelingt es dem Team seit ihrem Zusammenschluss 2016 regelmäßig auf der BVV Beach Masters-Tour so viele Punkte zu sammeln, um bei der Bayerischen Beachvolleyball Meisterschaft mit dabei zu sein. So auch in diesem Jahr.
Dabei machen die beiden ihre fehlende Größe durch ihre Spielweise wett. Getreu dem Motto klein, frech und flink ist es für kein Team der Tour leicht gegen die Fluglotsin aus Freising und die Social Media Expertin aus Kempten zu bestehen. Mittlerweile touren beide durch Bayern mit ihren Familien und „spielen dabei ein bisschen Ball.“ Das gar nicht schlecht. Denn bei vier Auftritten bei Masters standen sie zweimal im Halbfinale (Dachau und Ingolstadt) und konnten so die Punkte für die erneute Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft für sich verbuchen.
Für die Bayerische haben sich die beiden unterschiedliche Ziele gesetzt. Während Nina hoch hinaus will und das Halbfinale anpeilt, wäre es für Romy bereits ein Erfolg, wenn sie ihren Setzlistenplatz bestätigen könnten. Wie lange die beiden noch Beachvolleyball spielen wollen beantworten die beiden mit einer Gegenfrage an Gitta Sieber: „Gitta, wie lange geht denn?“ Sehr lange wird diese antworten, denn Gitta Sieber steht mit ihren 49 Jahren noch immer im Sand und ist ebenfalls bei der Bayerischen Beachvolleyball-Meisterschaft dabei.