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Klare Ansage

| 2. Bundesliga PRO (w)

Mit 3:0 nach Sätzen konnte der mehrfache deutsche Meister und Pokalsieger von 2014 - Rote Raben Vilsbiburg – NawaRo Straubing am Samstagabend in heimischer Halle eine schmerzhafte Niederlage zufügen.

Sparda 2. Liga Pro: Mit 3:0 nach Sätzen (25:13, 25:19, 25:22) konnte der mehrfache deutsche Meister und Pokalsieger von 2014 - Rote Raben Vilsbiburg – NawaRo Straubing am Samstagabend in heimischer Halle eine schmerzhafte Niederlage zufügen. Das Endresultat war, so ehrlich muss man sich selbst im Lager der Gäubodenstädterinnen sein, völlig verdient. Im Laufe der ersten beiden Durchgänge bekam NawaRo keinen Zugriff auf die Partie und folglich schlug das Pendel jeweils klar zugunsten der Raben aus, die viele Fans von der Vils an die Donau mitgebracht hatten. Insgesamt wollten sich 867 Zuschauer das Niederbayern-Derby am Straubinger Peterswöhrd nicht entgehen lassen und sofern sie es mit den Gastgeberinnen hielten, musste man die Überlegenheit des langjährigen Erstligisten Rote Raben neidlos anerkennen. Einzig im dritten Satz konnte NawaRo den Gästen Paroli bieten und einen engen Satzausgang (22:25) erzwingen. Insgesamt blieb die Schwab-Truppe jedoch den Nachweis schuldig, dem Tabellenführer ein Bein stellen zu wollen. Über weite Strecken agierte Straubing leider zu fehlerbehaftet und machte sich obendrein mit einigen Abstimmungsproblemen selbst das Leben schwer. Vilsbiburg distanziert mit dem Erfolg den hartnäckigsten Verfolger NawaRo weiter, der Vorsprung beträgt nun sieben Zähler und zudem hat die Gallardo-Truppe eine Partie weniger absolviert. Im Titelrennen der Sparda 2. Liga Pro dürfte damit – auch wenn noch ein paar Begegnungen ausstehen – eine Vorentscheidung gefallen sein. Die Raben fliegen weiter hoch und stellen die Konkurrenten klar in den Schatten. Die sportlichen Erstligaambitionen im Lager der Gäubodenstädterinnen dürften somit ebenso einen kleinen Dämpfer erhalten haben, denn man bekam klar die Grenzen aufgezeigt. Dies ist in der Summe kein Beinbruch, da als Saisonziel ein Platz unter den ersten Drei ausgegeben wurde. Zugutehalten muss man dem Team, dass gegen Vilsbiburg zu keiner Zeit aufgesteckt wurde. Dies spricht für eine intakte Moral. Jetzt heißt es für NawaRo-Kapitänin Valbona Ismaili und ihre Kolleginnen „Mund abputzen“ und am kommenden Samstag, beim Schlusslicht BBSC Berlin, neues Selbstvertrauen tanken (18.00 Uhr).

Forscher Beginn der Raben und NawaRo-Aufbäumen

Angetrieben vom eigenen Anhang tüteten die Raben Satz eins und zwei schnell ein (25:13, 25:19). Von Anbeginn an war Vilsbiburg sehr präsent und setzte die Akzente. NawaRo war die Verunsicherung anzumerken und es wollte nichts gelingen. Im ersten Abschnitt war Jeannette Huskic schwer bis gar nicht in den Griff zu bekommen, im zweiten Durchgang sorgte die angeschlagene Raben-Leaderin Tina de Groot für die Big-Points. Nach der obligatorischen zehn-Minuten-Pause fanden die Akteurinnen von NawaRo-Headcoach Roland Schwab, der in Sachen Taktik und personeller Umstellungen nichts unversucht ließ, besser in die Partie. Vor allem Kapitänin Valbona Ismaili fasste sich ein Herz und agierte plötzlich wie ausgewechselt. Bis zum Stand von 11:11 war man absolut ebenbürtig und auch danach warf man die Flinte nicht ins Korn, aber Vilsibiburg konnte erst auf 16:13 und dann auf 20:17 davonziehen. Der dritte Matchball war es schließlich, der den Gast in einen kollektiven Freudentaumel stürzte, während aufseiten der Gastgeberinnen Tristesse herrschte. Dass der Spielausgang völlig in Ordnung ging, hatten alle Hallenbesucher verinnerlicht, aber “alle in Orange” hatten sich selbstverständlich eine engere Begegnung bzw. einen spannenderen Verlauf gewünscht.

Am Rande: nicht nur auf der NawaRo-Trainerbank haderte man teilweise mit den Entscheidungen des Schiedsrichtertrios. Spielentscheidend waren genannte Szenen beziehungsweise Momente jedoch nicht.

Beste Spielerinnen des Abends

Pia Fernau – die einmal mehr überragend Regie führte - durfte sich bei den Roten Raben über Gold freuen, während Silber an NawaRo-Kapitänin Valbona Ismaili ging.

Stimmen zum Spiel

“Das Spiel und die Stimmung waren richtig gut. Es waren viele Raben-Fans da und die haben uns durchweg angefeuert. Es ging um die Präsenz auf dem Feld. Diesbezüglich hatte uns unser Trainer Guillermo Gallardo bestmöglich eingeschworen. Zwischendurch hatten wir mal einen kleinen Hänger, aber auch daraus haben wir uns im Kollektiv befreit. Ich denke, dass der Sieg in Ordnung geht, da wir stets die passende Antwort parat hatten”, erörterte Raben-Spielerin Tina de Groot nach dem Abpfiff.

Das Fazit von NawaRo-Trainer Roland Schwab fiel freilich anderes aus: “Das war ein schweres Spiel für uns. Vilsbiburg hat die Partie sehr konstant und stabil gespielt. Die Raben konnten auch die Eigenfehlerquote sehr niedrig halten. Das Verhältnis von 13 zu 27 sagt dies ganz klar aus. Umgekehrt haben wir es leider nicht geschafft unser Offensivspiel wie gewünscht aufzuziehen. Im Angriff waren wir nicht präsent und dementsprechend sind wir der Musik hinterhergelaufen. Trotzdem haben wir zu keiner Zeit aufgegeben und im dritten Satz einen tollen Fight bieten können. Man muss an dieser Stelle Vilsbiburg bereits zur Meisterschaft gratulieren. Wir stecken jetzt keinesfalls den Kopf in den Sand. Wir haben uns den zweiten Platz hart erarbeitet und nun gilt es selbigen ins Ziel zu bringen.”

 

NawaRo Straubing – Rote Raben Vilsbiburg 0:3 (13:25, 19:25, 22:25).

Zuschauer: 867.

Spielzeit: 63 Minuten (18, 21, 24).

Schiedsrichter: Patrick Burkhart (Reichertshofen), Michael Schröpel (Gröbenzell), Rainer Heichel (Marktredwitz).

Ausblick: Am 14. Februar gastiert NawaRo Straubing in der Hauptstadt bei BBSC Berlin (18.00 Uhr). Das nächste Heimspiel findet am Sonntag, 22.02., gegen Stralsund statt. Anpfiff ist um 15.00 Uhr und Tickets für diesen Vergleich sind bereits online unter www.nawaro-straubing.de buchbar.