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Weihnachtsgrüße des BVV-Präsidenten

Erstellt von bvv_admin |

Liebe Freunde und Partner des BVV, ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehemalige und aktive Spielerinnen und Spieler, Trainerinnen und Trainer in allen bayerischen Volleyballvereinen,

das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu. Es war für den BVV ein erfolgreiches, ereignis- und aufschlussreiches und damit insgesamt sehr gutes Jahr. Uns sind wichtige Weichenstellungen für die Zukunft gelungen.

Der Verbandstag brachte entscheidende personelle Änderungen. Der ehemalige Hallen- und Beach-Nationalspieler und Olympiateilnehmer, Dr. Oliver Oetke, wurde als Vizepräsident Sport Nachfolger von Heinrich Schüppert, der den Volleyball-Bundesstützpunkt München als verantwortlicher Leiter übernahm, und verantwortet künftig unseren gesamten Nachwuchsleistungssport. Dieter Heidrich wurde zum Landeslehrwart gewählt und führt u.a. das E-Learningkonzept der Trainerausbildung in die Praxisphase. Barthel Spranger leitet künftig als Landesbeauftragter für Beachvolleyball die Weiterentwicklung dieser Premiumsportart, der künftig – angeregt durch den BVV und genehmigt durch den DVV – Snowvolleyball als eigene Sportart angegliedert wird und er steuert auch die Kooperation des BVV mit der ebf. Oliver Kredel erklärte seine Bereitschaft, als Landesschiedsrichterwart die verschiedenen Bereiche bei den Schiedsrichtern systematisch zu optimieren. Elke Baumgärtner schließlich hat seit ihrer Wahl zur neuen Landesbeauftragten für Frauensport bereits Marken im Bereich Prävention gegen sexuelle Gewalt und für Kinder- und Jugendschutz gesetzt.

Ein für den BVV entscheidender Leuchtturm war am 28. April 2016 die Gründung des Volleyball-Clubs Olympia München e. V., kurz VCO München. Die damit verbundene Verlagerung des Volleyball-Bundesstützpunktes von Kempfenhausen nach München an das neue Gymnasium München Nord mit der dort angegliederten Eliteschule des Sports bietet für ausgewählte bayerische Volleyballtalente ausgezeichnete Möglichkeiten, Schule und Leistungssport miteinander optimal zu verbinden. Es ist der Zielpunkt des bayerischen Stützpunktsystems der Vereine für Mädchen und Buben.

Allerdings wirft das vor wenigen Tagen in Magdeburg beschlossene neue Leistungssportkonzept des DOSB einen Schatten auf die Zukunft des bayerischen Volleyball-Bundesstützpunktes. Deshalb fand am 7.12. ein Sondierungsgespräch des BVV mit dem Deutschen Volleyball-Verband, dem Bayerischen Landessport-Verband, dem Bayerischen Innenministerium, dem Bayerischen Kultusministerium und dem Olympiastützpunkt Bayern statt. In einer gemeinsamen schriftlichen Erklärung an den DOSB wurde festgehalten, dass der DVV den Erhalt des Volleyball-Bundesstützpunktes München bei den kommenden Verhandlungen mit dem DOSB mit aller Kraft einfordern wird.

Dass unsere Geschäftsstelle seit Januar mit Hans Kleiner einen neuen Geschäftsführer hat, dürfte sich bereits angesichts seines enormen Engagements und seiner Präsenz in Bayern rumgesprochen haben. Dass sich mit ihm ein neues Teamgefühl breitgemacht hat und mit dem Zugang von Tom Gailer als Nachfolger von Roland Höfer, der zum BLSV gewechselt ist, eine weitere Verstärkung durch einen anerkannten Praktiker erfolgen konnte, macht unsere Mannschaft mit Manuela Klug, Anna Tischer, Ofelia Paduretu, Georg Kettenbohrer, ergänzt durch Hanna Linke und Rebecca Schüppert, noch schlagkräftiger für unseren Vereinsservice.

Der Kernbereich des Volleyballverbandes, der Sport selbst, sorgte auch 2016 für viele Highlights. Natürlich steht der Olympiasieg von Ludwig/Walkenhorst einsam an der Spitze der Ereignisse. Unsere herzlichsten Glückwünsche auch nochmals von dieser Stelle für das sensationelle Team, das unlängst zur Mannschaft des Jahres gewählt wurde und ihren sensationellen Trainer Jürgen Wagner.

Stelian Moculescu hat heuer seine vierzigjährige unglaublich erfolgreiche Trainerlaufbahn beendet. Viele Jahre davon hat er in Bayern verbracht, nicht nur als erfolgreicher Trainer von Erstligisten wie z.B. 1860 München, Dachau und Passau, sondern auch als langjähriger Trainer der männlichen Bayernauswahl. Danke, Stelu, und alles Gute für dich im „Ruhestand“!

Für die Jugendnationalmannschaft haben sich heuer mit Simona Dammer und Valbona Ismaili sowie mit Noah Wolf, Jason Lieb, Simon Pfretzschner und Maximilian Kersting insgesamt sechs junge Volleyballtalente der Bayernauswahlteams qualifiziert. Wir gratulieren dazu ganz herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg.

Dass Vilsbiburg und Herrsching auf Playoff-Kurs in der 1. Liga liegen, ist aus bayerischer Sicht natürlich sehr erfreulich. Und dass Herrsching bis ins Pokal-Halbfinale vorgestoßen ist, macht Lust auf mehr in den kommenden Jahren. Wir drücken beiden Teams weiter die Daumen.

Auch in der 2. Bundesliga ist Bayern stark vertreten. Sonthofen als Tabellenführer in der 2. Liga und NawaRo Straubing auf Platz 3 lassen Blick und Gedanken vielleicht (wieder) in Richtung 1. Liga schweifen. Auch bei den Männern dürfen wir träumen. Die Oshino Volleys Eltmann sind souveräner Tabellenführer und als erster Verfolger ist mit dem SV Schwaig ebenfalls ein Team aus Franken auf Platz zwei platziert.

Die Bayerische Meisterschaft der Beachvolleyballer auf dem Rathausplatz in Augsburg war wieder der Saisonhöhepunkt im Outdoor-Bereich. Erfreulich, dass Vereine, Politik, Medien und Wirtschaft erkennen, welches Potential in solchen Veranstaltungen stecken kann, wenn es gelingt, sie gemeinsam zu schultern. Herzlichen Dank an alle BVV- und BLSV-Vereine und auch an die ebf, die sich mit Beachvolleyball-Turnieren dieser Sportart mit viel Engagement gewidmet und für deren weitere Verbreitung gesorgt haben.

Zum Abschluss will ich den Sport etwas bei Seite schieben und zum Jahresende einem allgemeinen Gedanken folgen. Es ist erfreulich, dass der TSV Ansbach wieder mit einer Herrenmannschaft am Spielbetrieb teilnehmen kann, dank der gelungenen Integration von Flüchtlingen. Ich gratuliere dem Verein zu der Entscheidung. Sie zeigt Klugheit, sie zeigt Selbstbewusstsein und sie zeigt soziale Verantwortung. Ich wünsche mir viele Vereine, die dieses Modell übernehmen. Die Politik spricht aktuell oft davon, wir würden in einer postfaktischen Zeit leben, also in einer Zeit, in der nicht mehr Fakten zum Tragen kommen, sondern nur mehr diffuse Gefühle, Unwahrheiten, Unterstellungen und unzulässige Verknüpfungen von Gedanken wichtige Entscheidungen beeinflussen und bestimmen. Das mag als menschliche Reaktion angesichts vieler Entwicklungen in unserem Land, auf die wir nicht vorbereitet sind, zunächst sogar verständlich erscheinen. Sobald jedoch durch diese Sichtweise die Rationalität des Denkens, Bewertens und Beurteilens verloren geht, führt diese Entwicklung zur Unfähigkeit der Menschen, sachlich begründet und verantwortungsvoll auf dem Boden unseres Rechtsstaates zu entscheiden und zu handeln. Eine Wut, auf was auch immer, in Zeiten, in denen es uns besser geht als jemals zuvor, weckt die Sehnsucht nach einfachen und radikalen Antworten. Diese kann und darf es in unserer weltoffenen Gesellschaft nicht geben. Lassen Sie uns klug, mit klaren Regeln, verantwortungsvoll und differenziert unsere Gesellschaft gestalten. Dabei spielt der Sport als Bestandteil unserer Kultur eine wichtige Rolle. Setzen Sie auf Sport als Verständigung unter Menschen verschiedener Herkunft. Sport ist wie Musik eine weltweit verständliche Sprache. Setzen Sie sie ein, ich bitte Sie herzlich darum. Lassen Sie uns es gemeinsam versuchen.

Ich danke allen in den Volleyballbezirken, -kreisen, -vereinen und -abteilungen, die sich für Menschen im Sport engagieren und wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein friedliches, glückliches, erfolgreiches und erfülltes Jahr 2017

 

Ihr

Klaus Drauschke
Präsident des BVV