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13.11.2017 08:59
Voller Einsatz für den Volleyball und die Bildung junger Menschen

Wenige wissen, dass Landau einmal eine große Sport-Stadt mit Leichtathletik und Volleyball-Talenten war. Einer der Söhne der Stadt ist BVV-Präsident Klaus Drauschke, der am 13 November seinen 70. Geburtstag feiern darf.

BVV-Präsident Klaus Drauschke (rechts) feiert am 13. November 2017 seinen 70. Geburtstag (Foto: Schindler).

Klaus Drauschke lebt für Volleyball. Hier präsentierte er gemeinsam mit Christian Klos und Edgar Endres die Kooperation des BVV mit dem Bayerischen Rundfunk im Rahmen der Masters-Tour 2017 (Foto: Kettenbohrer).

Lieber Klaus,

zu deinem 70sten wünschen dir alle Weggefährten, Vorstands- und Präsidiumskollegen, BVV-Bezirke und festangestellte Mitarbeiter allen voran Gesundheit, Zufriedenheit, Glück und weiterhin ein glückliches Händchen bei all deinen ehrenamtlichen Aufgaben.

Deine Freunde im Bayerischen Volleyball-Verband

Weitere Glückwünsche haben wir hier gesammelt.

 

Klaus Drauschke ist ein Sportler durch und durch: Seine Karriere begann er als Leichtathlet und erreichte dort beachtliche Erfolge. So wurde er unter anderem Bayerischer Meister im Fünfkampf und war Mitglied der Bayernauswahl. In seine Zeit als Leichtathlet fällt auch ein denkwürdiges Rennen im Dingolfinger Isar-Wald-Stadion im Jahr 1971, an das sich Anton Kiebler, Volleyball-Bezirksvorsitzender von Niederbayern, noch gerne erinnert: „Damals durfte ich als niederbayerischer Jugendmeister gegen die Erwachsenen antreten und traf im Endlauf auf Wolfgang Schellinger und Klaus Drauschke.“ Alle drei sollten später im Volleyball eine entscheidende Rolle spielen. Während Kiebler in Dingolfing und Schellinger in Straubing den Volleyballsport großmachten, verschlug es Drauschke im Zuge seines Studiums nach München.

Dort lernte er nicht nur seine erste Frau Rike kennen, sondern feierte auch Erfolge als Volleyballer. Selbst spielte er in der 2. Volleyball Bundesliga und wurde später Deutscher Seniorenmeister. Nach seinem Studium und dem anschließenden Referendariat kam Drauschke im September 1977 ans Carl-Orff-Gymnasium in Unterschle9ißheim. So konnte er seine fünf Jahre zuvor aufgenommene Arbeit als Trainer der Damen des SV Lohhof nahtlos fortsetzen. Mit dem SVL stieg Drauschke achtmal auf und feiert die Deutsche Vizemeisterschaft und den Europapokalsieg 1981. In dieser Zeit baute Drauschke auch das „Lohhofer Modell“ auf und feierte in der Folge als Abteilungsleiter des SVL mehrere Deutsche Meisterschaften und Pokalsiege. Drauschke war in dieser Zeit nicht nur sportlich erfolgreich, sondern auch beruflich. Denn bereits nach drei Jahren am Carl-Orff-Gymnasium kam der Ruf des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus. Dort war er von 1980-1985 ein sehr engagierter Mitarbeiter im Sportreferat.

Als Drauschke 1985 als Schulleiter des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums nach Cham berufen wurde, war das ein herber Verlust für den SV Lohhof, jedoch nicht für den bayerischen Volleyball. Denn Drauschke engagierte sich fortan beim ASV Cham und führte diesen bis in die Regionalliga. Hinzu kam die Teilnahme an der Deutschen Jugendmeisterschaft im Jahr 2003. Für den Verband war Drauschke als Auswahltrainer tätig, gewann vier Bundespokale und konnte auch die ehemalige DDR Jugend-Nationalmannschaft besiegten.

Als Trainer blieb Drauschke bis 2015 aktiv: In diesem Jahr krönte er seine Trainerkarriere mit dem Gewinn der Seniorinnen-Weltmeisterschaft in der Altersklasse Ü50. Zahlreiche Lohhofer Volleyball-Größen holten diesen Titel gemeinsam mit ihm in den USA.

Beruflich folgte im Jahr 2004 der nächste Karriereschritt im Bildungswesen und der gebürtige Niederbayer verließ Cham: Es sollte zugleich auch eine Heimkehr in den heimischen Regierungsbezirk werden. Drauschke wurde zum Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Niederbayern berufen. Diese Aufgabe füllte er bis zu seiner Pensionierung 2013 mit großem Engagement aus.

Nach der großen Verabschiedung an seinem Dienstsitz in Landshut mit zahlreichen Beiträgen ehemaliger Kollegen und Schüler wollte sich Drauschke jedoch nicht allein auf sein Hobby Golfspielen beschränken. Das ging schon allein deshalb nicht, da er bereits 2010 die Nachfolge von BVV-Präsident Jürgen Schönsteiner angetreten hatte. Fortan bemühte er sich den Verband zukunftsfähig auszurichten.

Dabei spielte der Kontakt zur Schule von Beginn an eine große Rolle. So initiierte der pensionierte Lehrer die Aktion „Volley spielen in der Grundschule“, bei der bayernweit Grundschullehrer mit den Grundlagen des Volleyballs vertraut gemacht wurden. Unter dem Motto „Volleyball macht Kinder stark“ werden seither Volleyball-Initiativen in Grundschulen forciert, um die Talente frühzeitig für den Volleyball zu gewinnen.


Anton Kiebler steuerte die älteste Anekdote aus dem Sportlerleben von Klaus Drauschke bei (Foto: Kettenbohrer).

Auch bei der Verbandsarbeit standen viele Herausforderungen für Drauschke auf dem Programm. So musste in den vergangenen Jahren ein neuer Geschäftsführer gefunden und große Teile der Geschäftsstelle neu besetzt werden. Dies meisterte Drauschke zusammen mit seinen Vorstandskollegen mit viel Geschick und einem guten Näschen. Von seinen Ideen und Initiativen auf diesem Gebiet können seit 2015 alle Sportfachverbände im Bayerischen Landessport-Verband profitieren, denn vor viereinhalb Jahren wählten die Präsidenten der Sportfachverbände Drauschke zum Vorsitzenden ihres BLSV-Gremiums, dem Sportbeirat. Und sie entsandten ihn als ihren Vertreter in das Präsidium des Bayerischen Landes-Sportverbandes. Wie sehr Drauschkes Arbeit im BLSV geschätzt wird, zeigte sich unter anderem im Mai 2015: Der Verbandsausschuss wählte ihn zum Nachfolger von Otto Marchner als BLSV-Vizepräsident Breitensport und Bildung.

 

Kategorie: BVV-News

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