Abschied von Rike Drauschke
Bestürzt müssen die Volleyballer des ASV Cham die Nachricht vom überraschenden Tod ihrer langjährigen Trainerin und Vereinsikone Rike Drauschke zur Kenntnis nehmen. Am 17. November verstarb nach kurzer schwerer Krankheit die Frau, die 20 Jahre lang, von 1985 bis 2005, zusammen mit ihrem Mann Klaus Drauschke das Aushängeschild des Chamer Volleyballs war.
Noch vor Wochen feierte sie anlässlich des 50-jährigen Abteilungsjubiläums im Kreis der ASV-Familie mit vielen ihrer „Mädels“, denen sie einst das ABC des Volleyballs beigebracht hatte, ein frohes und ungezwungenes Wiedersehen. Die aus Moers stammende Diplomsportlehrerin gehörte 1972 bei den Olympischen Spielen in München zur Auswahl der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft. Beim SV Lohhof setze sie ihre aktive Kariere fort und war Teil des „Modell Lohof“ der frühen 80er Jahre, bevor sie mit ihrem Mann nach Cham zog.
Mit ihrer Liebe zum Volleyballsport und mit unbeschreiblichem Engagement führte sie in der Chamer Volleyballabteilung unzählige Jugend- und Frauenmannschaften auf höchstes Niveau. Das Ergebnis waren viele Bezirks- und Landesmeistertitel für den ASV und eine Reihe von ASV-Spielerinnen verdankt ihre Berufung in Bezirks- und Landeskader der Trainings- und Spielexpertise von Rike Drauschke.
Nach ihrem Abschied aus Cham lebte sie zuletzt in Regensburg, wo sie dem Volleyball bei der SpVgg Hainsacker treu blieb. Am 15. Dezember findet sie am Wohnort ihrer Tochter in Unterschleißheim ihre letzte Ruhestätte.
Die Chamer Volleyballabteilung wird sich stets dankbar an Rike Drauschke erinnern.
Text & Foto: Christian Gabriel