Der Rabenhorst – Heimat für ambitionierte Volleyballtalente
In der Saison 2026/27 ist das Internat voll belegt
Das Volleyballinternat der Roten Raben zählt zu den führenden Nachwuchszentren in Deutschland, was auch die Leistungssportkoordinatorin des bayerischen Volleyballverbandes Michaela Luckner anlässlich der Einweihung des Erweiterungsbaus im Oktober 2022 betonte: „So muss Leistungssport sein. Das ist ein Leuchtturmprojekt für den BVV und hat enorme Bedeutung für das bayerische Volleyball insgesamt.“
Bereits seit 2009 – damals noch in der Daimlerstraße – steht dieses Vorzeigeprojekt für nachhaltige Talentförderung, professionelle Betreuung und gelungene Verbindung von Schule und leistungsorientierten Sport. Zur Saison 2018/19 erfolgte der Umzug in die Seyboldsdorfer Straße, damals mit sechs Bewohnerinnen. Seit der Erweiterung sind zwölf Plätze verfügbar, die aktuell vollständig belegt sind. Die Mädchen sollen von einem kompetenten Trainer- und Betreuerteam an den Leistungssport herangeführt werden. Dabei sollen sie auch die Möglichkeit erhalten, ihre schulischen, universitären oder beruflichen Ziele verwirklichen zu können. Besonderer Wert gelegt wird darüber hinaus auf eine gesunde Ernährung, psychologische und pädagogische Betreuung sowie auf einen engen Kontakt zum Ärzte- und Physioteam.
Die mannigfaltigen Aufgaben werden von Geschäftsführerin Yvonne Zymara, ehemalige Kapitänin der Bundesligamannschaft und zigfache Nationalspielerin, Internatsleiter Klaus Herdl, ehemaliger Realschuldirektor, und Vera Bondar, ehemalige russische Nationalspielerin und frühere Co-Trainerin unter Guillermo Gallardo mit Kompetenz und jede Menge Herzblut übernommen. Nicht zu vergessen ist Ursula Meinl, die den Mädchen jeden noch so kleinen Wunsch erfüllt. Im sportlichen Bereich sorgen Zweitliga-Chefcoach Xavier Perales mit seinen Assistenten Kilian, Korbinian und Simon Häußler und Fitnesscoach Anton Brandmeier für abwechslungsreiche und bestens strukturierte Trainingseinheiten. Die jungen Volleyballerinnen profitieren von den professionellen Strukturen, kurzen Wegen zu den Hallen und Bildungseinrichtungen und der persönlichen Betreuung, die weit über den sportlichen Bereich hinausgeht.
Dieses Konzept erweist sich seit Jahren als Erfolgsgarant. So haben aktuelle Spielerinnen der ersten Bundesligamannschaft wie Jeannette Huskic oder Tina de Groot von ihrem jahrelangen Aufenthalt im Internat profitiert. Bundesligaakteurinnen wie Cayetana Lopez Rey (VC Wiesbaden) oder Irene Ramos vom deutschen Meister VFB Suhl können als weitere Belege angeführt werden. Viele Mädchen haben sich zudem in der Sparda 2. Liga Pro oder 2. Bundesliga Süd etabliert. Im Rabenhorst ausgebildet wurden auch Nationalspielerinnen wie Lena Stigrot, Anna Pogany oder Corina Glaab.
Die aktuellen Bewohnerinnen kommen hauptsächlich in der zweiten Bundesligamannschaft zum Einsatz, einige auch bei den Damen III. In diesem August sind sechs Mädchen neu eingezogen. Die beiden Mittelblockerinnen Madeleine MCLaughlin aus New York und die Chilenin Camila Mendoza sollen mit ihrer Erfahrung Führungsrollen in der zweiten Mannschaft übernehmen. Die gelernte Außenangreiferin Dominika Schäfer hat bei ihrem Heimatverein, dem TSV Ansbach, in der Regionalliga als konstante Punktelieferantin überzeugt. Die 21jährige österreichische Juniorennationalspielerin Valentina Mogg trainiert hauptsächlich mit der ersten Mannschaft und möchte als Außenangreiferin für Punkte sorgen. Die in Eisfeld geborene Außenangreiferin Mia Krzikalla feierte mit den Nachwuchsteams von SWE Erfurt einige Erfolge. Die 18-jährige Spanierin Helena Martinez kommt als weitere Zuspielerin zum Einsatz. Komplettiert werden die Neuen von Maria Manso, die sich als Physiotherapeutin auf die Zusammenarbeit mit den Mädchen freut. Die Coburgerin Nike Wallenstein gibt ein Stimmungsbild über ihr erstes Jahr im Internat: „Es hat Spaß gemacht und es hat alles gut geklappt. Ich habe mich mit allen bestens verstanden und freue mich auf die kommende Saison.“