Gebrauchter Bundespokal für Bayernauswahl-Teams
Der Bayernauswahl-Teams haben den Volleyball Bundespokal in Schwerin am Wochenende mit Platz fünf (weiblich) und Platz elf (männlich abgeschlossen).
Es gibt Bundespokale, bei denen läuft es nicht rund und dann kommt auch noch Lospech dazu. Genau das ist der Bayernauswahl weiblich am vergangenen Wochenende in Schwerin passiert. Zum Auftakt kamen die BVV-Talente gegen die Auswahl des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes nicht zu ihrer Top-Leistung. Am Ende stand eine unglückliche 0:2 Niederlage. Mit 23:25 und 27:29 gingen die Sätze verloren. Damit war klar, dass auch bei weiteren drei Erfolgen gegen Hessen (2:0), das Saarland (2:0) und Hamburg (2:0) ein Hammerlos im Viertelfinale drohen könnte. Genau so kam es schließlich. Denn es ging gegen die traditionell starke Mannschaft aus Sachsen, welche während des Jahres als VCO Dresden in der 2. Bundesliga Pro am Netz steht. Gegen Sachsen unterlag das BVV-Team klar mit 0:2 (19:25, 12:25). „Wir haben in der Vorrunde Stück für Stück besser gespielt. Dann wollte es die Auslosung, dass wir auf Sachsen treffen“, so Kiermaier nach dem Viertelfinale. „Sie waren heute vor allem im Bereich Aufschlag um zwei Klassen besser. Wir haben nie richtig Zugriff auf das Spiel bekommen. Wir haben zwar keine direkten Fehler in der Annahme gemacht, konnten aber auch nur wenig Druck aus der eigenen Annahme aufbauen. Die Folge war die verdiente Niederlage“, resümierte der erfahrene Landestrainer.
Nicht der erhoffte Abschluss
In der Folge gelang der Bayernauswahl noch ein versöhnlicher Abschluss. Mit Siegen gegen Hessen (2:0) und Berlin (2:0) stand am Ende Platz fünf beim Bundespokal. „Das war jetzt nicht der erhoffte Abschluss für unsere Mädels des Jahrgangs 2008/09, aber die Hälfte unseres Teams darf nächstes Jahr noch einmal ran und dann sieht die Sache wieder anders aus“, ist sich Kiermaier sicher. Abschließend bedankte ich Kiermaier bei seinem mitgereisten Trainerteam Michael Adlhoch und Jessica Weber sowie Physio Sergej Krüger. „Sie alle haben einen tollen Job gemacht, genau wie auch die Bezirks- und Vereinstrainer zu Hause. Ich denke, wir werden einige der Spielerinnen nach ihrer Zeit in der Bayernauswahl in einer der deutschen Top-Ligen spielen sehen“, ist Kiermaier zuversichtlich. Er machte sich wenig später der bayerischen Delegation auf den Heimweg von einem gebrauchten Bundespokal aus bayerischer Sicht in Schwerin.
Unglücklich Viertelfinale verpasst
Noch gebrauchter erschien der Bundespokal aus Sicht der Bayernauswahl männlich. Am Freitag startete die Auswahl unter Landestrainer Christian Hurler mit einer knappen Niederlage gegen Hamburg (1:2; 21:25, 25:14, 13:15) ins Turnier. Anschließend gelang im zweiten Spiel gegen das Saarland ein 2:0 Erfolg (25:20, 27:25). Im letzten Spiel der Vorrunde gegen Thüringen unterlagen die BVV-Talente erneut knapp mit 1:2 (25:23, 17:25, 13:15). Somit stand nach einer unglücklichen Vorrunde der undankbare dritte Platz für die Bayernauswahl männlich zu Buche. Das bedeutete, dass es fortan nur noch um die Plätze neun bis 16 beim Bundespokal gehen würde. Am Samstagmittag gelang hier zunächst gegen Sachsen-Anhalt ein 2:0 Erfolg (25:19, 25:16). Im Überkreuzspiel um die Plätze 9-12 unterlagen die BVV-Talente Hessen mit 0:2 (21:25, 19:25). Somit ging es am Ende im Spiel um Platz elf gegen Berlin. Hier gelang dem BVV mit einem überzeugenden 2:0 Erfolg (25:21, 25:20) ein versöhnliches Ende eines Bundespokals, der bei etwas mehr Glück in der Vorrunde einen gänzlich anderen Verlauf hätte nehmen können. Das sah auch Landestrainer Christian Hurler in seinem Fazit so: „Im Endeffekt war die Leistung des Teilnehmerfeldes sehr nah beieinander. Es gab bereits in allen Vorrundengruppen sehr umkämpfte Spiele. Die beiden letztjährigen Finalsten (Bayern/Berlin) sind beide in der Vorrunde raus, hatten aber im Vergleich zu den diesjährigen Finalisten auch nicht ihre Leistungsträger dabei“, erklärte Hurler. „Bei uns waren Tristan Mohr und Mika Takano nicht anwesend, die beide bereits in der 1.BL spielen. In der Vorbereitung direkt vor Bundespokal wurden wir noch mit zwei Ausfällen im Gesamtteam überrascht, ein weiterer Spieler bekam seine „gesundheitliche“ Freigabe erst einen Tag vor Turnierbeginn. Das hat uns in Summe sehr viel Energie gekostet und uns auch durch das Turnier begleitet. Dennoch haben die Jungs über den gesamten Turnierverlauf alles gegeben und sind nur denkbar knapp an einem Viertelfinaleinzug gescheitert. Hier haben sie auch immer wieder Charakter bewiesen. Auch wenn wir mit dem Ausgang nicht zufrieden sind, konnte jeder Spieler etwas für die weitere Laufbahn mitnehmen. Die 2008er müssen das ab sofort ohne die Förderung der Bayernauswahl ihre Wege gehen. Ich bin mir sicher, dass wir einige in den deutschen Topligen wieder sehen werden.“ Hurler bedankte sich abschließend bei seinem Trainerteam (Jochen Neumerkel und Robert Martin sowie Physio Heidi Hackner) und den Bezirks- und Vereinstrainern, die für die Entwicklung der Spieler eine sehr wichtige Rolle innehaben.