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Herrschinger Modell greift – Welsch, Ferch und Suck klopfen an Tür zur 1. Bundesliga

| BVV-Sport

Seit Max Hauser als Trainer die Geschicke bei den WWK Volleys Herrsching in der Hand hat, geht es für den Club vom Ammersee stetig aufwärts. Dabei steht nicht nur das Bundesliga-Team im Fokus, vielmehr ist der Verein sehr aktiv in der Nachwuchsarbeit.

Drei, die von dieser Arbeit profitiert haben, sind die BVV-Talente Laurenz Welsch, Iven Ferch und Fabian Suck. In seiner Funktion als Sportlehrer ist Max Hauser an vielen Schulen rund um den Ammersee aktiv. In einer sechsten Klasse fiel ihm Laurenz Welsch auf. „Laurenz ist eigentlich recht spät in meinen Wahlkurs gekommen in der 7. oder 8. Klasse“, erklärt Hauser. „Er hat mich mit seiner Einstellung von Anfang an beeindruckt und wir haben uns sehr gut verstanden. Ich glaube, er hat sich Volleyball wegen des Lehrers ausgesucht“, erinnert sich Hauser mit einem Augenzwinkern.

Den Lehrer hat von Beginn an die 'straighte' Art des Schülers begeistert. „Er hat immer versucht in allem besser zu werden. Er hat auch nie die Attitüde gehabt, dass er der Tollste ist“, so Hauser. „Er ist sehr talentiert, weil er die Fähigkeit hatte mit dem Trainer zu analysieren, was er noch besser machen kann und hat auch zu Hause und in den Schulstunden daran gearbeitet“, erinnert Hauser, der darin die wichtigste Fähigkeit von Laurenz sieht.

Die Belohnung für diesen Einsatz gab es für den 17-jährigen in dieser Saison, als er in den Kader der WWK Volleys Herrsching aufgenommen wurde. „Laurenz trainiert viel mit und ist Teil unseres Teams“, so Hauser. „Er hat bisher nur Aufschläge in der Liga, aber das hat er sehr gut gemacht. Die Aufschläge gingen immer dorthin, wo ich sie haben wollte“, erklärt Hauser, der Welsch in dieser Saison vor allem die Chance geben möchte Erstligaluft zu schnuppern. Das Ziel des jungen Außenangreifers ist es Deutscher Meister in der Halle und im Beachvolleyball zu werden. „Ich denke, das ist das richtige Ziel für ihn.  Man weiß auch nicht, was passiert, da man sich in Deutschland mit 17 für Halle oder Beach entscheiden muss“, erklärt Hauser, der seinem Schützling auch hier Hilfe zukommen lässt. „Die Entscheidung kann ihm keiner abnehmen, aber ich gebe ihm Leute zur Hand, dass er objektive Infos für seine weitere Karriere bekommt. Laurenz hat in Beach und Halle das Potential für die Nationalmannschaft, mit dem Fleiß den er hat.“

Endlich aufs Feld in der ersten Liga kommen

Ebenfalls bei den WWK Volleys Herrsching hat mit Iven Ferch ein BVV-Talent seine Zelte aufgeschlagen, das bedingt durch Verletzungen trotz seiner bereits 23 Jahre noch nicht so richtig durchstarten konnte. „Iven hatte zuletzt bei den Netzhoppers keine einfache Zeit und wenig gespielt. Er hat sich dann auch schwer verletzt und dadurch ein paar Jahre verloren. Er ist vom Alter her jünger als sein wirkliches Alter“, erklärt Hauser. Ferch hatte sich vor der vergangenen Saison bei den Herrschingern angeboten. „Wir haben dann für ihn eine perfekte Lösung mit der Ausleihe nach Mühldorf gefunden. Das war super für beide Seiten“, so Hauser. „Jetzt ist er wirklich bei uns angekommen und hatte bereits eine Einsätze“, so der Coach. Ferch ist mittlerweile in der ersten Liga angekommen. Sein Trainer traut ihm zu, dass es auch irgendwann schafft in der Nationalmannschaft aufzuschlagen. In Herrsching muss er sich unterdessen noch durchbeißen. „Wir sind in der Mitte sehr gut besetzt, sodass Iven eine starke Konkurrenz hat. Aber er ist nicht weit hinter den anderen. Es fehlen nur noch Kleinigkeiten. Ich denke, er kann sich da durchsetzen.“

Mit Zweitspielrecht zu Liga-Einsätzen

Über eine Schulkooperation haben die WWK Volleys Herrsching ein weiteres BVV-Talent entdeckt: Fabian Suck. Der Mittelblocker kam in Gilching in den Wahlkurs von Max Hauser und in der Folge in das Fördersystem der WWK Volleys. Auch eine Ehrenrunde mit Wechsel auf die Realschule konnten seine Entwicklung nicht stoppen. „Wir haben unser Jugendtraining ausgelagert, da wir in erster Linie breitensportlich ausgelegt sind“, erklärt Hauser. „Die Spitzenförderung setzt darauf auf. Fabian hat sich reingefuchst.“ Der 18-jährige sammelt aktuell Erfahrung in der 1. Volleyball Bundesliga beim TSV Unterhaching, für die er ein Zweitspielrecht besitzt. „Das ist eine glückliche Fügung für uns. Es ist sinnvoller für ihn dort zu spielen, weil er Einsatzzeit bekommt“, so Hauser. Der Trainer traut Suck auch im Beachvolleyball noch einiges zu, „wenn er auch da fleißiger trainiert.“