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Lehrkräftebildung im Fokus: Aufbruch zu neuen Standards im Volleyballunterricht

| BVV-Schule

Erstmalig trafen sich in Herrsching Vertreterinnen und Vertreter der bayerischen Sportzentren sowie Lehrkräfte und Dozierende, um die Lehrkräftebildung im Volleyball neu zu denken und einheitliche Prüfungsformate sowie Qualitätsstandards zu entwickeln.

Initiiert wurde das zukunftsweisende Treffen, erstmals bestehend aus allen Phasen der Lehrkräftebildung, von Jürgen Kittsteiner (Universität Regensburg), Autor des renommierten „Praxishandbuch Volleyball: Erfolgreiche Stundenbilder für Schule und Verein“ (externern Link), sowie Florian Schweikart (Universität Augsburg), Schulsportbeauftragter des Bayerischen Volleyball-Verbands (BVV). Für den idealen Rahmen sorgte Max Hauser, Teammanager der WWK Volleys Herrsching, der den Tag mit dem Rahmen eines stimmungsvollen Bundesligaspiels abschloss.

Das Treffen machte deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen den bayerischen Standorten ist, um nachhaltige Verbesserungen in der Ausbildung und Fortbildung von Sportlehrkräften zu erzielen. Die Teilnehmenden erarbeiteten erste Ansätze für einheitliche Standards, die nicht nur während der universitären Ausbildung, sondern auch im späteren Berufsleben angewendet werden können. Universitäten wurden als zentrale Knotenpunkte für Lehrkräftebildung und Fortbildungen gestärkt, wobei ihre Infrastruktur künftig vermehrt als Fortbildungsstätten genutzt werden soll.

Im Zentrum der Diskussion standen Fragen nach der Verknüpfung von Theorie und Praxis, der Organisation von Fortbildungsveranstaltungen sowie der Definition von Merkmalen eines qualitativ hochwertigen Volleyballunterrichts. Besonders hervorgehoben wurde, dass eine erfolgreiche Ausbildung nicht nur fachliches Wissen, sondern vor allem praxisorientierte und differenzierende Unterrichtsmethoden vermitteln muss. Es gilt, den Sportunterricht so zu gestalten, dass Schülerinnen und Schüler aktiv eingebunden werden, eine hohe Bewegungszeit erfahren, Erfolgserlebnisse sammeln und durch eine positive Feedbackkultur in ihrer Entwicklung unterstützt werden.

Neben der universitären Ausbildung war auch die berufliche Weiterbildung ein zentrales Thema. Die Teilnehmenden betonten die Bedeutung lebenslangen Lernens, um Lehrkräfte auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen vorzubereiten. Digitale Formate wie Videos und Apps wurden als große Chance identifiziert, um Fortbildungsinhalte niederschwelliger und flexibler zugänglich zu machen. Der Austausch mit Bundesligisten, die als Vorbilder und Wissensvermittler des Leistungssports fungieren können, wurde ebenfalls als wertvoller Impuls für die Praxis hervorgehoben.

Das Treffen in Herrsching markiert den Aufbruch in eine neue Phase der Lehrkräftebildung im Volleyball. Der nächste Austausch, geplant für Sommer 2025 in Regensburg, soll die theoretischen Erkenntnisse weiter vertiefen und zugleich praxisnahe Inhalte stärker in den Fokus rücken. Die Bereitschaft der Teilnehmenden, bestehende Strukturen, soweit möglich, zu hinterfragen und innovative Ansätze zu erarbeiten, zeigt, dass eine zukunftsorientierte, landesweit qualitativ hochwertige Lehrkräftebildung bei den Teilnehmenden höchste Priorität hat, um den Nachwuchs für Bewegung zu begeistern.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die durch ihren Einsatz und ihre Expertise den Grundstein für diese vielversprechende Entwicklung gelegt haben.

Lehrkräfte und Dozenten trafen sich in Herrsching, um sich über neue Standards im Volleyballunterricht auszutauschen (Foto: privat).