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Niederbayerndery in Dingolfing

| 2. Bundesliga PRO (w) | NawaRo Straubing TV Dingolfing

NawaRo Straubing gastiert am ungewohnten Sonntag zum Niederbayern-Derby in Dingolfing Höll-Ost. Anpfiff ist um 15.00 Uhr. Obwohl man Favorit ist, darf der Gegner keinesfalls unterschätzt werden.

NawaRo Straubing hatte am Osterwochenende spielfrei. Am ungewohnten Sonntag steht für die Mannschaft von Trainer Roland Schwab nun das nächste Punktspiel der 2. Sparda Liga Pro auf dem Programm. Mit dem Gastspiel in Dingolfing (15.00 Uhr) dürfen sich die Akteurinnen um Paula Gürsching auf die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison freuen, denn mit lediglich 40 Kilometern Anfahrt ist der Aufwand mehr als überschaubar. Die Rollenverteilung des Duells könnte nicht unterschiedlicher sein: Dingolfing kämpft als Drittletzter der Fünfzehnerstaffel um den sportlichen Klassenerhalt, während die Gäubodenstädterinnen schnurstracks auf die Vizemeisterschaft zusteuern. Nicht nur für den neutralen Beobachter scheinen deshalb die Kräfteverhältnisse klar und dennoch sollte sich NawaRo nicht zu sicher sein, denn: Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze und die “Dingos” konnte Anfang März dem Meister Vilsbiburg in deren Halle einen Satz abknöpfen. Am Ende stand zwar eine 1:3-Auswärtsniederlage, aber als Warnung sollte dieses Beispiel der Schwab-Truppe allemal dienen. Es ist ohnehin gut, dass in Straubing der Sport wieder mehr in den Vordergrund rückt, denn die leidige Causa “Beachvolleyballfelder im Freibad” erregte in den vergangenen Tagen die Gemüter doch sehr. Allen Beteiligten ist hier ein weiterer, friedlicher Verlauf und die bestmögliche Lösung im Sinne der Allgemeinheit zu wünschen. Wenn sich NawaRo in Dingolfing durchsetzen kann, ist ein weiterer Schritt in Richtung Vizemeisterschaft gelungen und man kann die letzten Saisonwochen voller Enthusiasmus angehen. Das nächste und zugleich letzte Heimspiel in der Turmair-Volleyballarena geht am Samstag, 25. April, über die Bühne. Anpfiff gegen Hörde ist um 19.00 Uhr. Diesen Termin sollten sich Volleyballfans in und um Straubing bereits jetzt im Kalender markieren.

 

“Wir sind der Underdog”

Beim TV Dingolfing steht wieder einmal Erfolgstrainer Andreas Urmann in der sportlichen Hauptverantwortung. Da der etatmäßige Cheftrainer Vincent Moder und seine Partnerin vor nicht allzu langer Zeit Nachwuchs bekommen haben, hat sich Urmann bereiterklärt, kurzfristig einzuspringen. Daraus ist nun eine Beschäftigung bis zum Saisonende geworden, da sich bei Familie Moder aufgrund der neuen Familiensituation die Prioritäten verschoben haben und die „Babypause“ ausgedehnt wird. Ganz raus ist Moder jedoch nicht, wie Andreas Urmann ausrichten lässt. “Wir wollen ähnlich wie gegen die Roten Raben am 7. März auftreten. In der Fremde ist uns nicht nur ein Satzgewinn gelungen, sondern wir konnten auch in den weiteren Durchgängen dem Gegner erfolgreich Paroli bieten. Die Rolle des Underdogs nehmen wir gerne an”, sagt Urmann, der nicht mit voller Kaderstärke gegen Straubing antreten kann. Führungsspielerin Paula Hötschl fehlt bereits seit längerem und Zuspielerin Samira Winkler ist ebenso verletzt. Mit Alba Moser und Franziska Koob bieten die BMW-Städterinnen zwei früheren “NawaRos” eine sportliche Heimat. Dieses Duo wird besonders heiß auf den Vergleich mit dem ehemaligen Verein sein, so viel ist sicher. “Wenn Straubing nicht den besten Tag erwischt und bei uns alles passt, kann es durchaus sein, dass wir den Favoriten ärgern können”, teilt Andreas Urmann abschließend mit. Wer den 44-jährigen kennt, kann versichert sein, dass alle Register gezogen werden, um zumindest einen Zähler in “Höll-Ost” zu behalten. Urmann war schließlich lange Jahre am Straubinger Peterswöhrd tätig und deshalb dürfte es dem Familienvater ebenso wenig an Motivation mangeln.

 

Vorfreude

“Wir freuen uns auf das nächste Niederbayernderby. Das ist zum einen eine coole Sache und zum anderen sind viele Emotionen mit im Spiel. Es geht ebenso nicht nur um das Prestige, sondern auch um wichtige Punkte. Beide Vereine haben Ziele und dementsprechend erwarten wir ein umkämpftes Match. Wir sind gut aus der Osterpause gekommen und voller Tatendrang”, sagt NawaRo-Headcoach Roland Schwab, der unbedingt den ausgegebenen “Top-Drei-Platz" erreichen will. Personell können die Gäubodenstädterinnen aus dem Vollen schöpfen, weshalb Schwab viele taktische Varianten zur Verfügung stehen. Die niederbayerische Volleyballgemeinde darf also einem spannenden Vergleich in Dingolfing entgegenfiebern.

 

Ausblick: nach dem Spiel ist vor der Pause, denn das nächste Punktspiel der Gäubodenstädterinnen ist für Samstag, 25. April, angesetzt. In heimischer Halle duelliert man sich ab 19.00 Uhr mit dem TV Hörde.