Pascal Winter neuer Landestrainer männlich
Blickt man in die Vita des neuen Landestrainers männlich Pascal Winter, so sieht man sofort, dass der Bayerische Volleyball-Verband hier einen Mann verpflichtet hat, der die Volleyballbegeisterung bereits mit der Muttermilch aufgesogen hat.
Der neue Coach kommt aus einer Volleyballfamilie in Korb in Baden-Württemberg. Dort feierte er als Spieler zahlreiche Erfolge. So wurde er zweimal Meister in der 2. Volleyball Bundesliga Süd mit dem SV Fellbach (2014/15 und 2015/16). Außerdem stand er in der vergangenen Saison als Außenangreifer für die Barock Volleys Ludwigsburg in der 1. Volleyball Bundesliga am Netz.
Von Korb hinaus in die Volleyball-Welt
Parallel zu seiner Spielerkarriere ist Winter bereits seit 2011 als Trainer aktiv. Los ging alles bei seinem Heimatverein SC Korb und setzte sich in der Folge beim MTV Ludwigsburg fort, wo der neue Landestrainer am Aufbau der Kinderballsportschule und der Barock Volleys Akademie maßgeblich beteiligt war. Zudem war er der Teammanager des Vereins bis zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Kurz gesagt ist der 31-jährige ein Volleyballverrückter im positiven Sinne, der, wenn man seine Vita betrachtet, könnte Pascal Winter auch schon deutlich älter sein.
"Es gibt nicht den einen vorgegebenen Weg im Leistungssport"
Auch die Einstellung von Winter, der auch ohne Kaderförderung den Weg in die 1. Bundesliga geschafft hat, ist genau die, welche man beim BVV benötigt. „Die Vielfältigkeit des Leistungssports ist aus meiner Sicht grenzenlos. Es gibt keinen vorgegebenen Weg, der immer funktioniert. Jeder Athlet muss individuell betreut und gefördert werden. Strukturen müssen ständig angepasst und optimiert werden“, erklärte Winter. „Man muss innovativ denken und gleichzeitig die gefestigten Strukturen beibehalten. Ich sehe den Leistungssport als Gesamtarbeit des Bundeslandes Bayern, bei der jeder Verein und jeder Trainer seinen Teil dazu beiträgt. Am Ende ist es meine Aufgabe, die Stärke aller Vereine zu bündeln und die Arbeit der Vereine ist das zentrale Element, um langfristig und flächendeckend Athleten an die Spitze zu führen.
Hier möchte ich meine Erfahrung und Wissen weitergeben. In der Zusammenarbeit mit den Athleten ist mir besonderes das Verständnis für den Leistungssport wichtig. Im Volleyball kommt es nicht selten auf die letzten fünf Punkte an. Mündige Athleten, mit dem Wissen, was sie erreichen können und wofür sie jeden Tag so viel investieren können auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Mein Ziel ist es, die Athleten genau auf diese Situationen vorzubereiten. Die versteckten Kleinigkeiten, die von außen niemand sieht, sind nachher die entscheidenden Faktoren, um an die Spitze zu kommen“, so Winter.
Top ausgebildeter Trainer mit den richtigen Werten
Beim Bayerischen Volleyball-Verband hat man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, wer dem ins Lehrwesen gewechselten Chris Hurler nachfolgen soll. „Pascal hat sich aus einer Reihe sehr starker Bewerber durchgesetzt, ich freue mich über die neuen Impulse, die er einbringen wird", freut sich BVV-Geschäftsführer Hans Kleiner auf die künftige Zusammenarbeit. Leistungssportkoordinatorin Michaela Luckner ist überzeugt, dass Pascal Winter perfekt zum BVV passt: „Mit der Verpflichtung von Pascal gewinnen wir nicht nur einen fachlich top ausgebildeten Trainer, sondern auch eine Persönlichkeit, die unsere Werte im Leistungssport in besonderem Maße verkörpert“, erklärte Luckner. „Seine eigenen Erfahrungen in den höchsten Spielklassen Deutschlands, seine bisherige Arbeit mit jungen Sportlern, seine Leidenschaft für Volleyball und sein Blick auf langfristige Entwicklung werden unseren Athleten einen wichtigen Anschub geben. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit und die kommenden sportlichen Erfolge.“
Pascal Winter tritt seine neue Stelle als Landestrainer am 1. August an. Bereits vorab war er beim Hallen-Bundespokal in Dresden mit dabei, um sich ein Bild von der aktuellen Bayernauswahl männlich zu machen.