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Was bedeuten die Regeländerungen im Volleyball zur Saison 2025/26?

| BVV-Schiedsrichter

Zur Saison 2025/26 sind einige neue Regeländerungen von FIVB und DVV erfolgt. Wir haben im Vorfeld der Saison mit dem Landesbeauftragten für das Schiedsrichterwesen Siegfried Strickert ein Interview dazu geführt. Außerdem gibt er Einblicke in die neue BVV-Schiedsrichter-Kollektion von JAKO.

Sigi, eine der Regeländerungen besagt, dass die Spieler der aufschlagenden Mannschaft im Moment des Aufschlags eine beliebige Position einnehmen dürfen. Macht es da jetzt leichter für die Schiedsrichter oder schwerer?

Siegfried Strickert: „Einerseits wird es dadurch leichter, weil man beim Aufschlag nicht direkt kontrollieren muss, ob das aufschlagende Team korrekt in der Rotation steht. Andererseits wird es aber auch schwerer, da es damit komplizierter wird im Spielverlauf zu erkennen, welcher Spieler in der aktuellen Situation gerade im Hinterfeld steht und wer nicht, da die Kontrolle vor Beginn des Ballwechsels beim aufschlagenden Team wegfällt.“

Änderungen beim „Sichtblock“

Eine Neuerung gibt es auch für die Blockspieler am Netz vor dem Aufschlag des eigenen Teams. Was hat sich da verändert?

 Strickert: „Die Spieler dürfen die Hände jetzt nicht mehr über den Kopf nehmen. Sie dürfen lediglich noch den eigenen Kopf schützen. Der Sichtblock bleibt aber weiterhin verboten und soll auch geahndet werden. Hier gibt es zunächst einen Hinweis an den Kapitän des Teams und wenn das nicht hilft weitere Sanktionen gegen das betroffene Team. Aber, die Regel des bisherigen Sichtblocks sind nach wie vor gültig.“

Kein „Double-Touch“ mehr

Auch für die Zuspieler gibt es eine Änderung. Die Doppelberührung im bisher bekannten Sinn wurde abgeschafft.

Strickert: „Das stimmt. Unter bestimmten Voraussetzungen wird das nicht mehr gepfiffen. Bedingung ist, dass der Ball im eigenen Feld bleibt und es in einer Bewegung passiert und nicht unabhängig voneinander. Das heißt zum Beispiel Hände und Kopf berührt. Diese neue Regel finde ich schwierig nachvollziehbar. Ich bin ein Freund guter Technik im Volleyball. Die ist jetzt nicht mehr wichtig. Das mag auf Top-Level sinnvoll sein, in den unteren Klassen fände ich das schon noch sehr wichtig, da dort die Gefahr besteht, dass die Bälle nur noch unsauber gespielt werden. Ein fangen und werfen ist aber weiterhin nicht erlaubt“ 

Grau ist das neue weiß bei der Schiedsrichter-Kleidung

In Bayern gibt es noch eine weitere Neuerung. Bei den Schiedsrichtern ist grau das neue weiß.

Strickert: „Mit Hilfe des neuen Ausrüstungspartners des BVV gibt es jetzt für Schiedsrichter erstmals eine eigene Schiedsrichterkollektion mit Pullover, Hoodie, T-Shirt, Jacke, usw. Diese ist in grau gehalten und soll Zug um Zug die weiße Farbe ablösen. Das heißt nicht, dass die weißen Pullover ab sofort nicht mehr gültig sind. Vielmehr wollen wir den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern so die Chance geben ein zeitgemäßes Outfit zu erwerben. Das geht auch bequem von zu Hause über unseren BVV-Schiedsrichter-Shop von Sport Nanka. Die neuen Schiedsrichter bekommen dazu bei ihrer Ausbildung künftig Informationen mit einem Gutscheincode, der die Umstellung beflügeln soll.“

Siegfried Strickert, Landesbeauftragter für das Schiedsrichterwesen des Bayerischen Volleyball-Verbandes (Foto: Archiv)